Vermarktung von Flexibilität

Batteriespeicher, Ladeinfrastruktur und steuerbare Leistung wirtschaftlich nutzen – statt sie nur technisch zu betreiben.

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Flexibilitätsbausteine

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Vom technischen Nebenprodukt zum wirtschaftlichen Ertragsfaktor

Batteriespeicher, Ladeinfrastruktur oder andere steuerbare Verbraucher werden in den meisten Anlagen heute primär technisch gedacht: als Puffer, als Komfortfunktion, als Baustein zur Eigenverbrauchssteigerung. Was dabei oft ungenutzt bleibt, ist die wirtschaftliche Dimension. Jede steuerbare Last und jeder Speicher ist auch ein Instrument, um Ihre Erlöse gezielt zu steuern – heute schon, und mit den ab 2027 zeitabhängigen Vergütungen erst recht. Flexibilität ist damit kein technisches Nebenprodukt mehr, sondern ein eigenständiger wirtschaftlicher Ertragsfaktor. Wir zeigen Ihnen, wie Sie diesen aktiv nutzen.

Das Problem

Vorhandene Flexibilität bleibt wirtschaftlich ungenutzt

Viele Anlagenbetreiber verfügen bereits über die technischen Voraussetzungen für eine aktive Flexibilitätsvermarktung – zentrales EMS, Batteriespeicher, E-Mobilität, steuerbare Wärmeerzeuger – nutzen diese jedoch nicht systematisch als Erlösquelle. Die Folge: Potenzial bleibt liegen, während sich die Rahmenbedingungen laufend zugunsten flexibler Anlagen verschieben.

Fehlende Steuerungslogik

Speicher und Lasten laufen nach starren Regeln statt nach wirtschaftlichen Signalen.

Keine Marktanbindung

Flexibilität wird nicht systematisch mit Preis- oder Netzsignalen verknüpft.

Unklare Wirtschaftlichkeit

Viele Betreiber wissen nicht, ob sich Speicher oder Lastverschiebung bei ihrer Anlage rechnen oder überhaupt möglich ist.

Fehlende Vorbereitung auf Regelenergiemärkte

Der Zugang zu diesen Märkten erfordert technische und organisatorische Vorbereitung die oftmals bereits vorhanden ist, jedoch nicht genutzt wird.

Sieben Hebel, um Erlöse aktiv zu gestalten

Ihre Flexibilitätsbausteine im Überblick

Batteriespeicher

Gezielte Ladung und Entladung nach wirtschaftlichen statt rein technischen Kriterien.

Nutzen: maximaler Eigenverbrauch und optimierte Einspeisezeitpunkte statt Einspeisung zum ungünstigsten Moment.

Ladeinfrastruktur

E-Fahrzeuge als steuerbare Last nutzen.

Nutzen: Überschussproduktion sinnvoll verwerten, statt sie zu tiefen oder negativen Preisen ins Netz zu geben.

Wärmeerzeugung

Warmwasseraufbereitung und Energieveredelung mittels Wärmepumpen als kostengünstiger, wirksamer Puffer.

Nutzen: Produktionsspitzen abfedern, ohne in zusätzliche Speichertechnik investieren zu müssen.

Eigenverbrauchs-optimierung

Verbrauch und Produktion aufeinander abstimmen.

Nutzen: Energie gezielt mit Sektorenkopplung verwerten, statt diese zu ungünstigen Zeitpunkten einzuspeisen. Autarkie und Eigenverbrauchsquote werden signifikant erhöht, während der Netzbezug reduziert wird – mehr Wertschöpfung durch Ihre Anlage.

Peak Shaving

Last- und Produktionsspitzen gezielt kappen.

Nutzen: tiefere Netzentgelte und ein netzdienlicherer, wirtschaftlich attraktiverer Anlagenbetrieb.

0-Watt-Einspeisung bei negativen Preisen

Produktion in Phasen negativer Marktpreise gezielt drosseln.

Nutzen: Sie zahlen nicht für die eigene Einspeisung, sondern vermeiden diesen Verlust aktiv.

Vorbereitung für Regelenergie / Aggregation

Technische und organisatorische Grundlage für die Marktteilnahme schaffen.

Nutzen: Zugang zu einer zusätzlichen, bislang oft ungenutzten Erlösquelle.

Warum das jetzt wirtschaftlich relevant wird

Flexibilität wird zur Kennzahl, nicht mehr zur Kür

Mit der ab 2027 zeitabhängigen Vergütungslogik entscheidet nicht mehr allein, wie viel Energie Sie produzieren, sondern wann Sie sie ins Netz einspeisen oder selbst verbrauchen. Genau hier setzt Flexibilität an: Jede Kilowattstunde, die Sie gezielt verschieben statt unkontrolliert einspeisen, kann den Unterschied zwischen einem schwachen und einem starken Ertragsjahr ausmachen. Zusätzlich entstehen mit Regelenergie- und Aggregationsmärkten neue Erlösquellen, die bislang primär grossen, professionell gesteuerten Portfolios vorbehalten waren – und zunehmend auch für kleinere und mittlere Anlagen zugänglich werden. Mehr dazu, wie sich die Vergütungslogik ab 2027 verändert, finden Sie auf unserer Seite zu dynamischen Tarifen und Einspeiseoptimierung.

Wie PHAESON konkret unterstützt

Von der technischen Möglichkeit zur wirtschaftlichen Strategie

Potenzialanalyse

Wir bewerten, welche Ihrer vorhandenen oder geplanten Flexibilitätsbausteine sich wirtschaftlich lohnen.

Simulation von Betriebsstrategien

Wir simulieren Speicher- und Lastprofile unter verschiedenen Marktszenarien, um die wirtschaftlich beste Steuerungslogik zu identifizieren.

Technische Umsetzungsbegleitung

Als herstellerunabhängiger Partner begleiten wir Sie bei der Auswahl und Integration der passenden Technik – ohne eigene Hardware zu verkaufen.

Integration in Flexibilitäts- und Regelenergiemärkte

Wir bereiten Ihre Anlage technisch und organisatorisch auf die Teilnahme an diesen Märkten vor und integrieren diese anschliessend.

Laufende Optimierung

Wir passen Ihre Flexibilitätsstrategie kontinuierlich an neue Marktmechanismen und regulatorische Entwicklungen an.

Bereit, Ihre Flexibilität wirtschaftlich zu nutzen?

Kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Erstberatung. Wir zeigen Ihnen, welches wirtschaftliche Potenzial in Ihrem Speicher, Ihrer Ladeinfrastruktur oder Ihren steuerbaren Lasten tatsächlich steckt.

FAQ

Häufig gestellte Fragen

Dies hängt von verschiedenen Faktoren ab und kann somit nicht pauschal beantwortet werden und sollte jeweils individuell geprüft werden. Bereits mit der heutigen Vergütungslogik lässt sich über eine gezielte Eigenverbrauchsoptimierung und Lastverschiebung erheblichen Mehrwert schaffen. Mit den ab 2027 zeitabhängigen Vergütungen wird dieser Effekt zusätzlich verstärkt.

Nein. Auch die Flexibilität von mittleren und grösseren PV-Anlagen lässt sich vermarkten. 

In Phasen negativer Strompreise vermeidet eine gezielte Reduktion der Einspeisung, dass Sie für die Abnahme Ihres eigenen Stroms bezahlen müssen. Richtig eingesetzt, schützt dieser Mechanismus Ihren Ertrag, statt ihn zu schmälern.

Übliche Grössen sind ab mehreren 100 kWp. Die Vermarktung von kleineren Anlagen ist in der Regel nicht wirtschaftlich. Über Aggregationsmodelle wird die Teilnahme zunehmend auch für mittlere Anlagen zugänglich. Wir prüfen dies für Sie im Rahmen einer Potenzialanalyse.

Als neutraler und herstellerunabhängiger Partner entwickeln wir die für Ihre Anlage wirtschaftlich beste Flexibilitätsstrategie – gestützt auf realen Erfahrungswerten aus Planung, Realisierung und Betriebsführung.