01. Mai 2026 – Ein Tag, der vielen Anlagenbetreibern in Erinnerung geblieben ist

Während Photovoltaikanlagen schweizweit Rekordmengen produzierten, erreichten die Strompreise zeitweise historische Tiefststände. Hohe Produktion traf auf kaum Nachfrage – die Folge waren stark sinkende, teils negative Marktpreise. Für viele Anlagenbetreiber ohne aktive Steuerung bedeutete dieser Tag: viel produzieren, wenig dafür bekommen.

Auf unserer eigenen Anlage stellte sich an diesem Tag dieselbe Ausgangslage – hohe Einstrahlung, tiefe Preise. Die Frage war, ob das System die Produktion wirtschaftlich sinnvoll nutzen würde, oder ob sie grösstenteils zu unattraktiven Konditionen ins Netz fliessen würde.

Unser Energiemanagementsystem (Solar Manager) reagierte, wie es sollte: Die Batterie wurde gezielt vollständig geladen, die Heizstabregelung steuerte überschüssige Energie in die Wärmeerzeugung, und über den Tag hinweg fand eine kontinuierliche Lastverschiebung statt. Das Ergebnis: 95.8 kWh Produktion, davon über 84 kWh direkt im Eigenverbrauch genutzt, lediglich 11.6 kWh Export und nur 455 Wh Netzbezug.

Diagramm zur Preisentwicklung des Epex-Spotpreises am 01.05.2026 mit Solarerzeugung, Verbrauch und stündlichen Strompreisen, das signifikante Preisschwankungen inklusive negativer Preise am Mittag (bis -41,27 Rp./kWh) zeigt.

Was an diesem Tag auf unserer eigenen Anlage sichtbar wurde, ist genau das Muster, das ab 2027 für deutlich mehr Anlagenbetreiber wirtschaftlich relevant wird: Produktionsspitzen treffen zunehmend auf tiefe oder negative Preise – und wer seine Anlage nicht aktiv steuert, überlässt diesen Effekt dem Zufall.

Für uns war der 1. Mai 2026 kein Ausnahmefall, sondern eine Bestätigung: Anlagen mit durchdachter Steuerungslogik sind auf genau solche Marktsituationen bereits heute vorbereitet. Diese Erfahrung stammt nicht aus der Theorie, sondern aus dem täglichen Betrieb einer eigenen, komplexen Anlage – mit denselben Herausforderungen, denen auch unsere Kunden gegenüberstehen.

Mit der richtigen Strategie – Batteriespeicher, intelligente Lastverschiebung und ein durchdachtes Energiemanagement – lässt sich dieser Effekt gezielt abfedern. Genau dabei unterstützen wir unsere Kunden.

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